1996 stand die Stelle in der Zeitung. Nicht online, nicht per Algorithmus empfohlen – auf Papier, zwischen anderen Anzeigen. Nadine schnitt sie aus, bewarb sich, bekam den Job. Was damals niemand wusste: Sie würde zur Konstante werden, auf die sich bei Blackbit alle verlassen – bis heute.
Alle, die heute bei Blackbit arbeiten, kamen nach ihr. Niemand kennt die Firma ohne Nadine. Sie war da, als die ersten Teams entstanden. Als Technologien kamen und gingen. Als Blackbit wuchs, sich neu erfand, durch raue Zeiten navigierte. Nadine blieb, weil sie genau das ist, was ein Unternehmen braucht: ein Anker.
Zahlen als Berufung
Als kaufmännische Allrounderin sorgt Nadine dafür, dass bei Blackbit die Zahlen stimmen. Ihr Job, sagt sie selbst, sei „trocken, aber lebensentscheidend."
Dabei hat sie alles miterlebt, was dreißig Jahre kaufmännischer Alltag so schreibt. Die Firma hieß damals noch Blackbit Viani GmbH – und unten auf dem Briefpapier stand: Werbung, Satz, Lithografie, Belichtungen, Systemlösungen. Abgerechnet wurde nach handgeschriebenen Lieferscheinen. Urlaub und Arbeitszeit? Wurden analog erfasst. Ihre Arbeitstage begannen mit dem Besuch des Kontoauszugdruckers – Onlinebanking war noch Zukunftsmusik. Irgendwann kam die PDF-Rechnung per Mail. Und irgendwann der Siebträger. Beides: längst überfällig.
Projekte haben sie dabei nicht geprägt, sagt sie. Sie arbeitet nicht an ihnen – sie rechnet sie ab.
Für Nadine ist das eher Wissenschaft als Kunst – und sie betreibt diese Wissenschaft seit drei Jahrzehnten mit einer Ruhe, die ansteckend ist. Drei Hashtags, die sie für sich wählen würde? #Zahlen #Zahlen #Zahlen. Kein vierter nötig.
Kaffee, Milchschaum und ein ansteckendes Lachen
Der perfekte Tag beginnt mit einem gemeinsamen Kaffee mit ihrer langjährigen Kollegin Siska – aus dem Milchschaum orakeln die beiden, was der Tag bringt. Was er verrät, bleibt unter ihnen. Besser kann ein Arbeitstag kaum starten – Lieblingskollegen sehen, pünktlich zahlende Kunden, dazwischen ein Spruch, der einen kurz aufhorchen lässt. Auf ihrem Schreibtisch steht Groot neben Postkarten und einem Stifthalter, den ihre Kinder gebastelt haben. Nichts davon ist Dekoration. Es ist ihr Platz – seit dreißig Jahren.
Wer einmal Nadines Lachen gehört hat, versteht sofort, warum Menschen ihr gerne erzählen, was sie bewegt. Es ist herzlich und ansteckend. Sie ist zugewandt, loyal, verlässlich.
Bärin. Aber ohne Sticker.
Welches Tier sie wäre? Ihre Kinder haben nicht lange überlegt: eine Bärin. Beschützend, warm, fürsorglich – immer für die anderen da. Privat bedeutet das: Garten, Reisen, Familie. Und wenn es nach ihr geht, eine große Familientafel – voll, laut und wuselig. Die Welt will sie dabei nicht verpassen: Norwegen, Schweden, Dänemark, Asien, Kanada, Afrika – am liebsten alles, am liebsten mit Meerblick.
Und gleichzeitig ist Nadine jemand, der sehr genau weiß, was zu ihr passt – und was nicht. Sushi? Überbewertet. Tattoos? „Auf einen Ferrari klebt man doch auch keine Sticker.“ Die Bärin hat Stil.
Sei mutig, trau dich
Das ist ihr Rat an ihr jüngeres Ich. Und vielleicht auch die Erklärung für dreißig Jahre Blackbit: 1996 eine Zeitungsanzeige ausschneiden, bewerben, hingehen. In eine Welt einsteigen, die sie nie geplant hatte.
Ihr Motto: Liebe im Herzen, Familie im Rücken, Freunde an der Seite und Spaß im Leben. Wer Nadine kennt, weiß: Das ist kein Spruch. Das ist sie.
Danke, Nadine.

