DSGVO-konforme Cloud-Migration: Raus aus der Hyperscaler-Abhängigkeit
Ihre Infrastruktur läuft auf AWS, Azure oder Google Cloud? Dann haben US-Behörden theoretisch Zugriff auf Ihre Daten – selbst wenn der Server in Frankfurt steht. Gleichzeitig macht die EU ernst mit digitaler Souveränität: Neue Regeln erleichtern den Anbieterwechsel, europäische Cloud-Alternativen werden gezielt gefördert.
Wir begleiten Sie raus aus der Abhängigkeit – von der ersten Analyse Ihrer bestehenden Infrastruktur bei AWS, Azure, Google Cloud oder anderen Cloud-Anbietern bis zum sicheren Betrieb auf Scaleway, einem der vier von der EU-Kommission für souveräne Cloud-Dienste ausgewählten Anbieter.
Warum überdenken immer mehr Unternehmen ihre Cloud-Strategie?
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Fremde Gerichtsbarkeit
US-Behörden können auf Daten bei AWS, Azure und Google Cloud zugreifen – auch wenn die Server in der EU stehen. -
Neue EU-Regulierung
Der EU Data Act und das Tech Sovereignity Package verschärfen die Anforderungen an Datensouveränität und Cloud-Portabilität. -
Technische Abhängigkeit
Proprietäre Services wie AWS Lambda oder Google BigQuery machen Infrastruktur schwer portierbar. -
Intransparente Kosten
Egress-Gebühren, Reserved-Instance-Bindungen und versteckte Aufschläge erschweren die Budgetplanung.
Keine dieser Entwicklungen ist neu. Aber zusammen erzeugen sie einen Handlungsdruck, der sich nicht mehr ignorieren lässt – und eine Chance, die eigene digitale Infrastruktur bewusst zu gestalten.
Gegründet in Göttingen
PIM/MDM-Kompetenz
Warum ist eine Cloud aus den USA ein Problem für europäische Unternehmen?
Der US CLOUD Act von 2018 gibt US-Behörden das Recht, Daten von US-Unternehmen anzufordern – unabhängig davon, wo diese Daten physisch liegen.
Das betrifft nicht nur Unternehmen mit US-Muttergesellschaft, sondern alle Kunden von AWS, Azure und Google Cloud: Weil diese Anbieter US-Recht unterliegen, können US-Behörden auf die Daten zugreifen, die dort für europäische Kunden gespeichert werden.
Ein Server in Frankfurt oder Amsterdam ändert daran nichts. Die DSGVO verbietet genau solche Transfers ohne internationale Rechtsgrundlage (Art. 48).
Das ist kein theoretisches Risiko. Microsofts französische Tochtergesellschaft hat 2025 vor dem französischen Senat bestätigt, dass sie Datensouveränität gegenüber US-Behörden nicht garantieren kann – selbst bei Daten, die in Frankreich gespeichert werden.
Wer seine Infrastruktur auf einen Anbieter verlagert, der keiner US-Jurisdiktion unterliegt, löst diesen Konflikt an der Wurzel.
Was bedeuten Datenhoheit und Datensouveränität konkret?
Datenresidenz heißt: Daten bleiben in der EU. Datenhoheit heißt: Kein Drittstaatzugriff ist rechtlich durchsetzbar. Für echte Datensouveränität braucht es beides – und einen Anbieter, der vollständig unter EU-Recht operiert.
DSGVO-Konformität erfordert nachweisbare Kontrolle über Speicherort und Verarbeitung.
Bei US-Anbietern ist dieser Nachweis strukturell schwieriger – nicht wegen mangelnder Technik, sondern wegen der Konzernstruktur. Auch „EU-Regionen" und „Sovereign Cloud"-Angebote von AWS, Azure oder Google Cloud ändern daran nichts, solange die Betreibergesellschaft eine US-Tochter bleibt.
Wie entsteht Vendor Lock-in bei AWS, Azure und Google Cloud?
Nutzen Sie einen dieser Dienste?
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Dann sind Sie tiefer gebunden, als Sie vielleicht denken.
Proprietäre Services machen Infrastruktur schwer portierbar. Wer sie tief integriert hat, verliert drei Dinge: Verhandlungsmacht gegenüber dem Anbieter, Flexibilität bei neuen Architekturentscheidungen und die Fähigkeit, auf regulatorische Änderungen schnell zu reagieren.
Der EU Data Act gibt Ihnen seit September 2025 das Recht, einfacher zu wechseln. Aber das Recht allein löst keine technische Abhängigkeit – dafür braucht es eine Migrationsstrategie.
Die gute Nachricht: Wer seine Architektur auf offene Standards umstellt, gewinnt Bewegungsfreiheit zurück – nicht nur gegenüber dem aktuellen Anbieter, sondern dauerhaft.
Warum sind Cloud-Kosten bei Hyperscalern so schwer planbar?
Cloud-Ausgaben wachsen häufig ohne klare Zuordnung. Egress-Gebühren, Reserved-Instance-Bindungen, intransparente Preismodelle bei Compute und Storage – vielen Unternehmen fehlt die Übersicht, wohin das Budget fließt. Cloud Cost Optimization beginnt damit, die Kostenstruktur überhaupt zu durchschauen.
Scaleway arbeitet mit transparenten Preismodellen auf Produktebene und inkludiert Egress-Gebühren bei vielen Services. Das ist keine Rabattaktion – das ist eine andere Philosophie.
Ein Beispiel: Blackbit hat die Gesamtbetriebskosten der eigenen Infrastruktur um ca. 50 % gesenkt, nachdem ausgewählte Workloads von US-Hyperscalern auf europäische Infrastruktur verlagert wurden.
Welche EU-Gesetze betreffen Ihre Cloud-Infrastruktur?
Die EU redet nicht mehr nur über digitale Souveränität – sie setzt sie um. Drei Entwicklungen sind für Ihre Cloud-Strategie unmittelbar relevant.
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EU Data Act (gilt seit September 2025)
Anbieterwechsel wird zum durchsetzbaren Recht, Switching-Gebühren werden abgebaut.
- Tech Sovereignty Package (verabschiedet am 3. Juni 2026)
Der Cloud and AI Development Act führt ein EU-weites Rahmenwerk zur Bewertung von Cloud-Souveränität ein.
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Cloud III Beschaffungsprogramm (April 2026)
Die EU-Kommission hat vier souveräne Cloud-Anbieter ausgewählt – darunter Scaleway.
Was ändert der EU Data Act für Cloud-Verträge?
Der EU Data Act gilt seit dem 12. September 2025. Cloud-Anbieter müssen den Anbieterwechsel aktiv erleichtern: maximale Kündigungsfrist von zwei Monaten, Abschluss des Wechsels innerhalb von 30 Tagen, schrittweiser Abbau von Switching-Gebühren. Gleichzeitig verpflichtet der Data Act Anbieter zu Maßnahmen gegen unrechtmäßige Datenzugriffe aus Drittstaaten.
Für Unternehmen heißt das: Der regulatorische Rückenwind für einen Anbieterwechsel war noch nie so stark.
Was regelt das EU Tech Sovereignty Package?
Am 3. Juni 2026 hat die EU-Kommission das Tech Sovereignty Package verabschiedet – ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der digitalen Souveränität Europas. Das Paket umfasst vier Schwerpunkte: den Chips Act 2.0 für Halbleitertechnologien, den Cloud and AI Development Act (CADA) mit einem EU-weiten Rahmen zur Bewertung von Cloud- und KI-Souveränität, eine Open-Source-Strategie für europäische Verwaltungen und eine Roadmap zur Digitalisierung des Energiesektors.
Für Cloud-Infrastruktur besonders relevant: Der Cloud and AI Development Act führt ein einheitliches EU-Rahmenwerk ein, das Cloud-Souveränität bewertet – ein direkter Maßstab für Unternehmen, die sensible Daten verarbeiten. Mehrere EU-Staaten handeln bereits parallel: Frankreich baut eine eigene Videokonferenzlösung als Ersatz für Microsoft Teams in Behörden, Dänemark reduziert Microsoft-Software in Teilen der öffentlichen Verwaltung.
Warum hat die EU-Kommission Scaleway ausgewählt?
Im April 2026 hat die EU-Kommission vier Cloud-Anbieter für das Cloud III Beschaffungsprogramm ausgewählt – ein €180-Millionen-Rahmenvertrag für souveräne Cloud-Dienste über bis zu sechs Jahre. Scaleway gehört zu diesen vier Anbietern.
Scaleway befindet sich zu 100 % in europäischem Besitz (Iliad Group), betreibt Rechenzentren ausschließlich in der EU und beschäftigt alle Mitarbeitenden – einschließlich Forschung und Entwicklung – in Europa. Laut Scaleway werden von jedem investierten Euro rund 68 Cent in die europäische Wirtschaft reinvestiert – im Vergleich zu rund 20 Cent bei internationalen Hyperscalern.
Was das für Sie bedeutet: Diese Entwicklungen betreffen zunächst den öffentlichen Sektor. Aber sie setzen den Standard, an dem sich auch private Unternehmen in regulierten Branchen orientieren werden. Wer jetzt handelt, gestaltet die eigene Infrastruktur aktiv – statt später unter Zeitdruck reagieren zu müssen.
Welche Schritte umfasst eine Cloud-Migration mit Blackbit?
Wir begleiten Sie in drei Schritten – von der Analyse über die Migration bis zum laufenden Betrieb. Jeder Schritt hat ein klares Ergebnis. Kein Schritt verpflichtet zum nächsten.Analyse Ihrer bestehenden Infrastruktur bei AWS, Azure, Google Cloud oder anderen Anbietern: Architektur, Abhängigkeiten, Kosten, Compliance.
Ergebnis: Cloud Independence Report mit Go/No-Go-Empfehlung
Laufender Betrieb, Monitoring, Security, Compliance.
Ergebnis: Planbare Kosten im Retainer-Modell
Was beinhaltet das kostenlose Cloud-Audit?
Das Free Cloud Independence Audit ist eine erste Einschätzung Ihrer Cloud-Situation – kein vollständiges technisches oder rechtliches Audit, sondern eine fundierte Orientierung: Wo stehen Sie, welche Risiken bestehen, und lohnt sich eine Migration überhaupt?Blackbit hat die eigenen Infrastrukturkosten um ca. 50 % gesenkt, nachdem ausgewählte Workloads von US-Hyperscalern auf europäische Infrastruktur verlagert wurden. Die tatsächlichen Einsparungen hängen von Architektur, Nutzungsmustern und Umfang ab.
Ehrlichkeit zuerst: Unser Audit ist eine erste Einschätzung.
Wenn ein Wechsel für Sie keinen Sinn ergibt, sagen wir Ihnen das genau so.
Wie läuft eine DSGVO-konforme Cloud-Migration ab?
Eine Cloud-Migration ist kein Umzug, bei dem alles an einem Stichtag den Anbieter wechselt. Es ist ein strukturiertes Projekt mit Architekturentscheidungen, Parallelbetrieb und stufenweiser Umstellung – auf Basis der Ergebnisse aus dem Cloud Independence Audit.
Muss bei einer Cloud-Migration von einem Anbieter zum anderen alles auf einmal umziehen?
Nein. Nicht jeder Workload muss migriert werden. Manche Systeme bleiben sinnvoll auf bestehender Infrastruktur, andere profitieren sofort von EU-souveränem Hosting. Wir definieren mit Ihnen, was wohin gehört – und entwerfen eine Architektur, die On-Premise-Systeme und EU-Cloud sauber integriert.
Der Hybrid-Ansatz ist in vielen Fällen die pragmatischste Lösung: Compliance-relevante Workloads und personenbezogene Daten migrieren auf Scaleway. Andere Services – etwa Content Delivery oder bestimmte SaaS-Integrationen – verbleiben, solange die Compliance gewährleistet ist. So reduzieren Sie Risiko und Aufwand, ohne Kompromisse bei der Datensouveränität einzugehen.
Was passiert technisch bei der Cloud-Migration?
DevOps-Pipeline-Transformation
CI/CD-Workflows, die an AWS CodePipeline, Azure DevOps oder Google Cloud Build gebunden sind, stellen wir auf offene, anbieterunabhängige Alternativen um. Das Ziel: eine Deployment-Pipeline, die auf jeder Infrastruktur funktioniert – und Sie nie wieder an einen einzelnen Anbieter bindet.
Zero-Downtime-Migration
Phasenweise Umsetzung mit Parallelbetrieb. Ihre bestehende Infrastruktur läuft weiter, während die neue Umgebung aufgebaut und getestet wird. Kein Big-Bang-Stichtag, kein unkontrolliertes Risiko. Jeder Migrationsschritt wird validiert, bevor der nächste beginnt.
Wer betreibt die Infrastruktur nach der Cloud-Migration?
Nach der Migration gibt es zwei Optionen:
Option A – Blackbit übernimmt den Betrieb: Wir betreiben und überwachen Ihre EU-souveräne Infrastruktur im Retainer-Modell. Ihr Team muss keine eigene Cloud-Expertise aufbauen.
Option B – Ihr Team übernimmt: Wir leiten Ihr Team an, übergeben Betrieb und Dokumentation schrittweise und stehen in der Übergangsphase mit Support bereit.
Beide Optionen lassen sich kombinieren – etwa wenn Ihr Team den Regelbetrieb übernimmt und Blackbit für Eskalationen, Security-Updates und Compliance-Monitoring zuständig bleibt.
Was übernimmt Blackbit im laufenden Betrieb?
- EU-basiertes Hosting auf Scaleway: Rechenzentren in Paris, Amsterdam und Warschau. Ausschließlich EU-Jurisdiktion.
- Infrastruktur-Management: Betrieb und Skalierung Ihrer Plattform mit geeigneten Managed Services – angepasst an Ihre Architektur und Anforderungen.
- CI/CD-Pipelines: Automatisierte Deployments, Rollback-Strategien, Release-Management.
- Monitoring und Performance: Proaktives Monitoring, Alerting, Performance-Tuning auf Infrastruktur- und Applikationsebene.
- Backup und Disaster Recovery: Automatisierte Backups, getestete Recovery-Prozesse, dokumentierte RPO/RTO-Ziele.
- Security und Compliance: Sicherheitsupdates, Vulnerability-Scanning, fortlaufende DSGVO-Compliance-Dokumentation.
Retainer-Modell für planbare Kosten
Planbare monatliche Kosten statt unvorhergesehener Einzelrechnungen. Die Preise für Managed-Sovereign-Infrastruktur-Pakete werden individuell auf Basis von Architektur, Workload und erforderlichem Service-Level festgelegt.
Ein Orientierungswert aus eigener Erfahrung: Blackbit hat die Gesamtbetriebskosten der eigenen Infrastruktur um ca. 50 % gesenkt, nachdem ausgewählte Workloads von US-Hyperscalern auf europäische Infrastruktur verlagert wurden. Die tatsächlichen Einsparungen hängen von der Architektur, den Nutzungsmustern und dem Umfang der Migration ab.
Blackbits eigener Weg zur Cloud-Unabhängigkeit
Blackbit hat die eigene Infrastruktur überprüft und ausgewählte Workloads von US-Hyperscalern auf europäische Cloud-Infrastruktur verlagert. Dadurch wurde die Abhängigkeit von US-Anbietern reduziert und die Gesamtbetriebskosten der Infrastruktur um ca. 50 % gesenkt.Warum Blackbit für Cloud-Migration-Beratung und -Umsetzung?
Wir sind keine reine Cloud-Agentur. Wir sind eine Commerce-Engineering-Agentur mit eigener Infrastrukturkompetenz – und betreiben Kundeninfrastruktur bereits auf Scaleway. Die Empfehlung kommt aus dem operativen Alltag, nicht aus einer Partnervereinbarung.
Als Pimcore Platinum Partner kennen wir die Anforderungen komplexer Commerce-Plattformen an Infrastruktur, Performance und Compliance. Cloud-Migration-Beratung ist bei uns kein isoliertes Angebot, sondern Teil eines Gesamtverständnisses für digitale Commerce-Architektur.
Und wenn eine Migration für Ihre Situation keinen Sinn ergibt, sagen wir das. Keine Provisionslogik zwingt uns zu einer Empfehlung, die nicht zu Ihrem Unternehmen passt.
