Der deutsche E-Commerce-Markt ist in Bewegung – und diese Bewegung betrifft den Mittelstand unmittelbar. Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Frage, ob ihre bestehende Commerce-Plattform zukünftiges Wachstum noch trägt oder bereits zum strategischen Engpass wird. Aktuelle Marktanalysen von iBusiness und dem EHI Retail Institute zeigen eine deutliche Verschiebung in der Systemlandschaft: Plattformen gewinnen und verlieren spürbar an Relevanz, klassische Enterprise-Systeme geraten unter Druck, und für den Mittelstand ergeben sich daraus zunehmend strategische Grundsatzentscheidungen.
Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen – und zeigt, was sie konkret für mittelständische B2B-Unternehmen bedeuten.
Die Marktanalysen von iBusiness und EHI zeichnen ein klares Bild: Der Plattformmarkt konsolidiert sich – allerdings nicht zugunsten weniger Systeme, sondern zugunsten klarerer Rollen.
Shopware ist weiterhin die meistgenutzte Shop-Plattform im deutschsprachigen Raum. Der Marktanteil wächst jedoch nur noch moderat. Der Abstand zu den Verfolgern wird kleiner, insbesondere durch dynamische Wettbewerber mit SaaS- und API-fokussierten Ansätzen.
Shopify verzeichnet die stärksten Zuwächse. Die Plattform wird zunehmend auch von komplexeren Organisationen eingesetzt. Gründe sind die Geschwindigkeit der Implementierung, das App-Ökosystem und die Skalierbarkeit. Für viele mittelständische Unternehmen ist Shopify damit erstmals eine realistische Option jenseits klassischer Enterprise-Systeme.
Enterprise-Suiten verlieren verlieren insbesondere im Mittelstandan Attraktivität. Hohe Lizenzkosten, lange Implementierungszeiten und begrenzte Anpassungsfähigkeit gelten als zentrale Gründe für die rückläufige Nutzung im Mittelstand.
Legacy-Plattformen geraten massiv unter Druck. Der Wartungsaufwand steigt, während Innovationsgeschwindigkeit und Integrationsfähigkeit sinken. Viele Händler bereiten aktuell aktiv Ablösungs- oder Replatforming-Projekte vor.
Statt „One-size-fits-all“-Plattformen setzen immer mehr Unternehmen auf hochgradig individualisierte Architekturen.
Überträgt man diese Marktbewegungen auf aktuelle Projekte im Mittelstand, zeigt sich folgende Entwicklung: Der Mittelstand verabschiedet sich zunehmend von starren Komplettlösungen und entwickelt modulare, API-basierte Systemlandschaften.
Typische Merkmale dieser Entwicklung:
Ziel ist nicht mehr „eine Software für alles“, sondern eine flexible Architektur, die es Unternehmen ermöglicht, schneller auf Marktanforderungen zu reagieren und Systeme gezielt weiterzuentwickeln, ohne die gesamte Plattform austauschen zu müssen.
Für B2B-Hersteller und technischen Großhandel entstehen daraus klare Handlungsfelder:
Die Wahl der Commerce-Plattform ist keine reine IT-Frage mehr, sondern eine langfristige Weichenstellung für Internationalisierung, Prozessautomatisierung und Vertriebseffizienz.
Viele Unternehmen modernisieren ihre Landschaft nicht mehr optional, sondern aus technischer Notwendigkeit. Stillstand wird zunehmend zum Risiko.
B2B-spezifische Anforderungen – z. B. kundenspezifische Preise, Rollen- und Rechtestrukturen, Freigabeprozesse – lassen sich in modularen Architekturen deutlich flexibler und nachhaltiger abbilden als in monolithischen Systemen.
Unternehmen, die neue Funktionen oder Prozesse schneller umsetzen und neue Märkte schneller erschließen können, sichern sich messbare Wettbewerbsvorteile.
Blackbit unterstützt mittelständische Unternehmen dabei, aus einer Vielzahl von Systemen eine zukunftssichere Digital Commerce Architektur zu entwickeln.
Der Ansatz: Keine Tool-Verliebtheit – sondern Architekturdenken.
Das bedeutet konkret:
Mit der Digital Commerce Performance Roadmap (DCPR) bietet Blackbit Unternehmen ein strukturiertes Orientierungsmodell, um Technologieentscheidungen planbar, priorisiert und messbar zu machen.
Die DCPR hilft dabei:
Der Markt konsolidiert sich – basierend auf aktuellen Marktanalysen – jedoch nicht im Sinne von weniger Komplexität.
Im Gegenteil: Die Systemlandschaften werden modularer, spezialisierter und strategischer.
Nicht jede Trendplattform ist automatisch die richtige Wahl. Entscheidend ist eine Architektur, die zum Geschäftsmodell, den Prozessen und den Wachstumszielen passt.
Wer heute strukturiert plant, vermeidet teure Fehlentscheidungen morgen.
Stehen Sie vor einer Plattformentscheidung? Lassen Sie uns Ihre Optionen gemeinsam bewerten.